hinter dem Spiegel, der westlich zum Kleiderschrank hängt, eine Geheimtür eingesetzt. Sie kann aufgezogen werden und offenbart einen Wandschrank voller Staub und Spinnweben, der eine Holzleiter enthält, die 6m nach oben zu einer weiteren Geheimtür führt, die in das Treppenhaus im Turm (Bereich K20) führt. Die Treppe führt hinab in Bereich RÄUME DER WEHKLAGE Du findest die Örtlichkeiten K35 bis K46 auf der Karte 5. K35.
WACHENDES UNGEZIEFER Eine Tür aus kunstfertig graviertem Stahl befindet sich am Westende dieses kurzen, dunklen Korridors. Feine Details zeichnen sich deutlich auf der Oberfläche der Türfüllung ab. Die Tür scheint im eigenem Licht zu strahlen und ist von der Zeit unberührt. Auf beiden Seiten der Tür liegen zwei Nischen im Schatten. Eine dunkle, vage menschenförmige Gestalt steht in jeder Nische.
Die dunklen Gestalten sind vier Schwärme von Ratten, die übereinander getürmt sind, um grob menschenartig zu er- scheinen (zwei Schwärme pro Nische). Diese Ratten stehen ♦ unter Strahds Kontrolle und greifen jeden an, der sich durch diesen Bereich bewegt. Auf die Stahltür sind Bilder eines menschlichen Königs graviert, der eine Rüstung trägt und auf einem Pferd sitzt, mit einem majestätischen Gebirge und Sternschnuppen im Hintergrund. Winzige Formen von Personen und Wölfen rahmen das Bild. K36.
SPEISESAAL DES GRAFEN Staub dringt in eure Lungen ein. Ein süßer, doch unan- genehmer Geruch von Verfall füllt den Raum, in dessen Mitte ein langer Eichentisch steht. Eine Staubschicht be- deckt die Tischplatte und das edle Porzellan und Silber. In der Mitte des Tisches neigt sich ein großer, mehrstöckiger Kuchen stark zu einer Seite. Die einst weiße Glasur ist vom Alter grün geworden. Spinnweben hängen wie staubiges Spitzengewebe an allen Seiten des Kuchens herab.
Eine kleine Puppe, die eine gutgekleidete Frau zeigt, schmückt die Spitze des Kuchens. Darüber hängt ein von Spinnweben eingesponnener Kronleuchter aus Schmiedeeisen. Ein Bogenfenster an der Südwand ist von schweren Vorhängen verhangen. In einem hölzernen Gestell am Fenster steht eine staubige Laute. Still in der südwestlichen Ecke steht eine große, mit Spinnweben bedeckte Harfe.
Der Hochzeitskuchen ist über vier Jahrhunderte alt und wird von Strahds Willen in seinem augenblicklichen ver- faulendem Zustand bewahrt. Die Figur des Ehemanns auf der Spitze des Kuchens wurde vor langer Zeit auf den Boden geworfen. Ein Charakter, der den staubigen Boden untersucht, findet die Figur mit einem erfolgreichen Wurf auf Weisheit (Wahr- nehmung) gegen SG 10.
Wenn die Charaktere den Ehe- KARTES Räume des Weinens Ein Feld = 3 Meter mann aus dem Raum bringen und später wiederkehren, lies Folgendes vor: Wallende Vorhänge ziehen euren Blick aufs Fenster, das nach außen aufgebrochen wurde. Über den Boden sind Brocken des schimmligen Kuchens verstreut, als wäre etwas daraus hervorgebrochen. Es gibt zwei Erklärungen für den zerplatzten Kuchen und das kaputte Fenster.
Wähle die aus, die du grusliger findest: Strahd hat den Kuchen zerstört und das Fenster zerbrochen, damit die Charaktere glauben, etwas Schreckliches sei ent- kommen und würde sie nun verfolgen. Strahds Hass nahm körperliche Gestalt an, brach aus dem Kuchen (dem Symbol von Sergejs und Tatjanas wahrer Liebe) und entkam durch das Fenster. ,,Strahds Hass" hat die Spielwerte eines unsichtbaren Pirschers und versucht den Charakter zu töten, der die Figur des Ehemanns bei sich trägt.
Der Raum hat Holztüren in der Nord- und Westwand, und eine verzierte Stahltür in der Ostwand (siehe Bereich K35 für Details). Die Harfe ist 2 m hoch, wiegt etwa 300 Pfund, und besteht aus dunklem, fleckigen Holz, in das Bilder von Hasen und Rosen ge- schnitzt sind. Die gespannten Saiten bestehen aus Darm.
Ein Charakter, der die Harfe spielt und einen Wurf auf Charisma (Auftreten) schafft, stellt sich gut genug an, um den Geist von Pidelwick zu beschwören, einen kleinen, schmächtigen Mann, der als Narr gekleidet ist, mit einer klingelnden Glocke am Ende seiner spitzen Eselsmütze.
Er fragt: ,,Warum habt ihr mich von jenseits des Grabes ge- rufen?" Unabhängig von der Antwort lobt er den Charakter für sein gutes Spiel und sagt: ,,In meiner Gruft unter der Burg werdet ihr einen Schatz finden, der einem solchen Talent wie dem euren angemessen ist! Möge er euch helfen, diesen KI\PITEL ~ 1 SC HLOSS RA\'ENLOFT 65 66 dunklen Ort zur Ruhe zu bringen." Wenn die Charaktere daran denken, ihn nach seinem Namen zu fragen, antwortet der Narr „Pidelwick".
Wenn er gefragt wird, wie er gestorben ist, antwortet er humorlos: ,,Ich bin die Treppe hinuntergefallen." Wenn Pidelwick II (siehe Bereich K59) die Gruppe begleitet, deutet der Geist auf das Uhrwerksebenbild und sagt: ,,Er hat mich die Treppe hinuntergeschubst." Wenn der Geist von Pidelwick nichts mehr hinzufügen hat, verschwindet er und erscheint nicht wieder. Wenn die Charaktere den Geist angreifen, erwidert er den Angriff.
SCHÄTZE Die Laute ist zwar mit Staub bedeckt, doch hat sie sich dem Zahn der Zeit widersetzt. Sie ist ein magisches Barden- instrument, das Dass-Laute genannt wird. K37. ARBEITSZIMMER Ein loderndes Herdfeuer füllt diesen Raum mit