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Volos Almanach der Monster

Regeln: 5e Sprache: de

Buch-ID: volos-almanach-der-monster · 224 Seiten

Seite 48 Abschnitte: 2

hindurchführen. Sie verlaufen von jedem Tor durch die Mitte des Lagers und zur anderen Seite hi11aus. Dieser Aufbau erlaubt es, das Lager schnell zusammenzutrommeln und zu ver- lass .... n, um einer nahenden Bedrohung zu begegnen. HAUPTQUARTIER Der Kriegsherr des Lagers residiert im f lauptquarticr, einem gro- ße.n hölzernen Gebäude in der Mitte des Lagers. Hier trifft P-r seine Ratgeber und plant zukiinftige Eroberungen.

üie meiste Zeit iiber findet man im Hauptquartier auch Elite-Leibwächter der Grotten- schrate, die den Kriegsherrn beschützen, sowie einen Goblin-Tiof- narrcn, durch den das Erscheinen eines Nilbogs verhindert werden soll (siehe rlen Kasten „Nilbogs: \Nitzboldc mit Macht"). In einem Lager, das keine se.parate Bibliothek und keinen Rabenhorst besitzt, übernimm! da,; Hauptquartier· auch diese Funktionen.

Aufzeichnungen werden in einem Zimmer auf- bewahrt, das an den Versammlungsraum des Kriegs konzils grenzt, während die Raben in Verschlägen an der Außenseite des Gebäudes untergebracht sind. UNTERKÜNFTE DER GOBLINOIDEN Jede Art von Gobl.inoid besitzt ihre eigene Unterbringung im Kriegslager. Grottenschrat-Behausungen. Nachdem die Hobgoblins ihr Revier abgesteckt haben, graben die Grottenschrat-Bander, ihre Behausungen, wo siP- wollen.

Manchmal wählen sie den Scharten der Pallisadc, aber meistens verstreuen sie sich scheinbar zu- fällig. Eine Behausung besteht in der Regel aus einem Loch und Kriechgängen, die groß genug für einige Grottenschrate sind. Goblinhütten. Die Goblins des Lagers siedeln dort, wo es ihnen ihre Hobgoblin-Kommandeure erlauben. ]hre Quartiere umgeben fiir gewöhnlich die Bereiche, in denen S klaven und Tiere gchallen werden.

Eine typische Goblinunterkunft i,;t ein rundes Zelt, in eiern verwandte Goblin,; schlafen. Tn einem festen Lager errichten sie oft auch Hüllen aus Flechtwerk und Lehm. Hobgoblin-Kasernen. Es überrascht nicht, dass Hobgobli 11s die geri-iumigsten und am besten ausgestatteten Quartiere in, Kriegslager besitzen.jedes der Banner einer Legion verfügt über e ine eigene Gruppe von Hütten in einem der Quadranten des I u nenbereichs, die jeweils in Richtung des Hauptpfades ausgerichtet sind.

BIBLIOTHEK Hohgoblins verstehen, wie wichtig es ist, ihr Wissen zu vergrö- ßern, und so schätzen sie alle Berichte über die Welt, die sie umgibt - Karten, buchhalterische Aufzeichnungen, Schlacht- 1' \l'JTfl t ~tO'i~ 1 LR\\ t~SFN • -'Jrol1CfN.OC ~ , flcROI. >'!)CHR-\ f.11-.HAI 1<:'>G . y\"ACHTl IR,\'\ ilQOBLINHÜTI l liitJ-(O!l('J:)ßl IN-K,\$1::RN~ berichte und andere wichtige Fakten. Dieses Wissen wird vom Bibliothekar einer Legion gesammelt, sortiert und aufbewahrt.

Die Bibliothek dient als Knotenpunkt für Kommunikation und Strategie, und sie befindet sich niemals weit von den An- führern der Heerschar entfernt. Auf Reisen wird ihr Inhalt in einem befestigten und feuerfesten Wagen transportiert, umge- ben von kampferprobten Wachen (oft Verwüstern oder Eisen- sdrntten), die ihr Leben opfern würden, um sie zu beschützen. ZWINGER UND G RUBEN Goblins sind dafür zuständig, sich um die Sklaven, Kampf- bestien und Lasttiere des Lagers zu kümmern.

Die kleinen Tyrannen binden sie an Pfosten an oder stecken sie in Zwin- ger, Käfige oder Gruben,je nachdem, was erforderlich ist. Die meisten dieser Bereiche sind von Goblinhütten umgeben oder befinden sich zumindest in der Nähe, damit die Goblins ihre Schützlinge im Auge behalten können. RABENHORST Hob..,oblins halten Schwärme von Raben, die sie als Boten und Spin~1e verwenden. Ein riesiges, baumartiges Konglomerat aus Metall und Holz dient den Tieren als Horst und Nistplatz.

·Besitzt ein Lager kein solches frei stehendes Konstrukt, sitzen die Raben auf Stangen und erhöhten Podesten, die vor dem Hauptquartier aufgestellt werden. Im Feld dient ein Wagen als improvisie rter Horst. VERSORGUNGSWÄGEN Von jedem Mitglied der Heerschar wird erwartet, dass er seine Ausrüstung selbst instand hält. Allerdings werden für alle Muni- tion und Ersatzausrüstung aufbewahrt, ebenso wie unverderbli- che Vorräte.

Anstatt diese Gegenstände in einem Gebäude zu la- gern, hält man sie auf Wagen bereit. Diese werden so im ganzen Lager verteilt, dass alle Fahrzeuge zugänglich und abfahrbereit sind, wenn der Ruf der Kriegshörner erschallt. Jeder W,,gen wird von mindestens zwei Wachen beschützt, die zuständig dafür sind, alle Entnahmen in einem Inventar für die Anführer des Lagers zu verzeichnen.

D ER HACKBLOCK Maglubiyets heiliges Symbol ist die Henkersaxt, und der Hack- block ist der Ort, an dem sie gesegnet wird, indem man sie mit dem Blut bezwungener Feinde nährt- oder Goblinoider, die ihre Pflichten vernachlässigt haben. In einem temporären Lager ist der Hackblock vielleicht nur ein einfaches Stück Holz oder ein flacher Stein auf einem eilig aufgeschütteten Haufen aus Erde.

In einer festen Garnison befindet sich der Block oft in der Nähe des Hauptquartiers auf einer geweihten Plattform. Neben dem Block steht immer ein Gerüst mit verschiedenen Waffen, welche die Götter der Goblinoiden symbolisieren und entsprechend ihres jeweiligen Rangs platziert sind. Maglubiyets Henkersaxt nimmt immer den höchsten Platz ein.

Darunter kommen Nomog-Geayas Schwert und Beil, Bargrivyeks Flegel mit weißem Kopf und zuletzt, oft am Boden liegend, die rote und gelbe Peitsche von Khurgorbaeyag. Auffällig ist, dass die Sym- bole der Grottenschrat-Götter in dieser Auflistung fehlen. Statt- dessen hängen mehrere Köpfe mit entfernten Lidern und offe- nen Mündern in Knäueln um den Block

Hackblock vielleicht nur ein einfaches Stück Holz oder ein flacher Stein auf einem eilig aufgeschütteten Haufen aus Erde. In einer festen Garnison befindet sich der Block oft in der Nähe des Hauptquartiers auf einer geweihten Plattform. Neben dem Block steht immer ein Gerüst mit verschiedenen Waffen, welche die Götter der Goblinoiden symbolisieren und entsprechend ihres jeweiligen Rangs platziert sind. Maglubiyets Henkersaxt nimmt immer den höchsten Platz ein.

Darunter kommen Nomog-Geayas Schwert und Beil, Bargrivyeks Flegel mit weißem Kopf und zuletzt, oft am Boden liegend, die rote und gelbe Peitsche von Khurgorbaeyag. Auffällig ist, dass die Sym- bole der Grottenschrat-Götter in dieser Auflistung fehlen. Statt- dessen hängen mehrere Köpfe mit entfernten Lidern und offe- nen Mündern in Knäueln um den Block oder sind auf Stangen aufgespießt.

Diese ehren die Götter der Grottcnschrate, Hrug- gek und Grankhul, und unterstreichen ihre außenstehende, aber untergeordnete Position in Maglubiyets Herrschaft. KOBOLDE: KLEINE DRACHEN Kobolde werdt:,n oft als feige, närrisch und sd,wach abgetan, doch tatsächlich besitzen die kleinen Echsenwt:sen eine starke so1:iale Struktur, di11 Wert auf Hingabe zum Stamm legt, sie hahe11 geschickte 1Jänd11 und arbeiten hervorragcn<l zusam- men, um ihre körperlichen B11sc:hr~nkungen zu auszuglt:,iche n.

In einer Kobold-Utopie der Welt kii11ntt:n die kleinen Wesen in Ruhe ihre Tunnel graben und die nächste Generation groß- ziehen, während sie die Magie suchen. die ihren t:ingekcrker- ten Gott zu befr11it:,n vt:!rmag (siehe den Kasten „Kurtulmak: Gott der Kobolde"). 1 n Wirklichkeit werden Kohoklt:! oft von größeren Kreaturen schikaniert und versklavt - und st:lbst in Ruhe gelassen, leben sie in ständiger Angst vor Invasion und Unter<lriickung.

Auch wenn sie t:,in7,t:ln furchtsam sind und KonOikte mt:iden, sind Koboklt: gefährlich, wenn sie in dit:, Ecke gedrängt werden, brutal ht'!im Vt:,rtt:idigen ihrer Eier und berüchtigt dafür, gefährliche improvisi11rtt: Fallen zu bauen, um ihre Behausungen zu schützen. M EISTERLICHE Tu N N ELBAU ER Kobolde sind von Natur aus geschickt darin, Tunnel zu bauen. i\hnlich wie Zwerge scheinen sif' t!in fast instinktives Ces1,ür dafür zu habt:,n, welche Abschniue der Stt:ine und der Erd!:!

tra- gend sind oder 11icht, ob sie sicher ausgehoben werden könne n und ob sie wahrschein I ich Mineralien entlrn lten oder Zugang zu Wasser ermöglichen. Diese Fähigkeit erlaubt t:s ihnen. sichere Behausunge11 an Orten zu erschaffen, an denen sich andere Kreaturen unwnhl fühlen würden.

Kobolde nutzen ihre Größe und t:rbauen Tunnel mil geringem Durchmesser, durch die sie leicht schlüpfen können, die aber größt'!re Kreaturen zwingen, sich zu bücken oder zu kried,en, An Orten, an denen sich Tunnel in Schluchten öffnen, könnten Kobolde diese mit einer Seilbrücke oder t:,iner anderen wack- ligen Konstruktion überwinden, die unter dem Gewicht von Kreaturen, die schwert:r als die kleinen Eehsenwesen sind, ws.:immcnbrechen.

Gt:lt:gentlich verläuft der Weg durch einen Koboldhort an einem Sims entlang, der an eine lit:fe Höhle oder ei11e Erdspalte grenzt. In solchen Fällen errichten Kobolde ein Gt:!liinder. das sie vor Stürzt:!!• ,;chützt. aber so klein ist, dass es zu einer Stolpergefahr für größere Kreaturen wird. Vt:!rtrt:ter anderer humanoider Völker haben selten eint: gute Meinung über Kobolde. aber siP. geben zu. dass die klei11en Echsen mit dnfachen Mitteln respektable Tunnelsysteme errichten.

Wird eine Gruppe Kobolde von mächtigeren Krn11- turcn versklavt, setzt man sie normalerweise dazu ein, diP. Wohnbereiche ihrer Meister zu vergrößern und wichtige Bc>- reichc des J-IortP.~ mit Fallen und anderen Verteidigungsmaß. nahmen zu schützen. Einige menschliche Siedlungen werben Kobolde an, damit sie Kanalisationstunnel graben. Bezahlt werden sit: mit Nah- n111g und Werkzeugen, auf die sie sonst keinen Zugriff hätten. Werden sie gut behandelt und in Ruhe gelassen, arbeiten die Kobolde Heißig.

Sie bauen ein Netzwerk von Tunnel11 untt:r den S t raßt:,n und verbinden dit'!St:! mit einem nahen f1it:ßt:nden Gewässer. Das kann die Sanitärversorgung einer Stadtdeut- lich vcrhesse.rn. Wenn die Kobolde ein Gebiet mögen und die Menschen sie anständig behandeln, errichten sie vicllcichl eine Behausung und lassen sich dauerhaft nieder, während sie die Kanalisation dt'!r wachsenden S tadt ausbHuen und instand halten.

Diese sogcnnnnle11 Stadtkobolde lebe11 unter der Erde, kommen bei Nacht aber ma11chmal an die OberOiiche. Unge- fähr e in Viertel oller Städte und Siedlungen der Welt hat Ko- holdgemeinschaftcn. die wortwörtlich unter ihnen kben. Aber die Koboldt: sind so geschickt darin, sich zu verbergen, da:,s die Oherf1ächenbewohner der Region selten von ihnen wissen. Weil die Kobolde darauf achten, jedem aus dem Weg zu gehen. der gefährlicht:,r ist als sie.

weil sit: auch ihr Essen unterirdisch anbauen und lieber bt:!i Nacht umh,-,rschleid1t:,n, können Wochen ndt:r Monate vcrgel1t:,n. in denen sie unbe- merkt in einer Region lt:bt:n, und Jahre zwischen tatsächlichen Sichtungen, FÄHIGE S CHROTTSAMMLER Kobolde hoben ei11e besonderes Gespür dafür, kaputte. vcr- lP.gte, fortgeworfene oder übrig gebliebene Gegenstände zu be- merken, die noch einen Nutzen für sie haben.

Dabei ziehen sie es vor, Gegt:nständc zu sammeln, die eindeutig verlore11 oder fortgeworfen wurden, um ki,ine Aufmerksamkeit zu crrei:ien. Gleichzeitig scheuen sie nicht unbedingt davor zurück, sich etwas zu nehmen, das anderen

Abschnitte auf dieser Seite

  • Abschnitt 1 Seiten 47–48
  • Abschnitt 2 Seiten 48–49