5, den du verwenden oder je nach Abenteuer anpassen kannst. Du könntest versucht sein, eine überwältigende Gefahr aus dem Dunklen Fürsten zu machen, doch damit riskierst du übermäßige Distanz eines komplexen, vielseitigen Bösewichts zu den Charakteren. Dunkle Fürsten gehören selten zu den physisch gefährlichsten Kreaturen ihrer Domäne, aber ihre Natur als Dunkler Fürst macht es schwer, sie endgültig zu besiegen.
Hierzu sollten die Charaktere sich darauf konzentrieren, die Intrigen des Dunklen Fürsten zu unterminieren und im Kern der Qualen des Dunklen Fürsten zuzuschlagen, um ihn verwundbar zu machen. Diese Themen werden unter „Niedergang der Domäne" in Kapitel 2 behandelt. Die entscheidende Begegnung mit dem Dunklen Fürsten sollte stattfinden, wann und wie es zu eurem Abenteuer passt.
Schließlich ist das Grauen keine Frage des Herausforderungsgrads oder der Charakterstufe, sondern der Spannung, die dein Abenteuer kreiert. CHARAKTERE AUS DOMÄNEN Dieses Kapitel enthält Textkästen zum Gestalten von Spielercharakteren, die aus bestimmten Domänen des Schreckens stammen. Dort werden die Einwohner der Domäne, die häufigsten Schrecken und die Namens- konventionen beschrieben. Mach deinen Spielern diese Textkästen zugänglich, wenn sie Charaktere aus den Domänen erstellen.
Bei den Namenskonventionen sind die Namen von Leuten im Abschnitt „Charakternamen" von Xanathars Ratgeber für Alles aufgeführt. Die allgemeine Kultur der Domäne wird nicht beschrieben. Verwende die Fragen in den Kästen, um die Spieler mit Ideen für ihre Charaktere zu inspirieren. Die Spieler brauchen keine Antwort auf jede Frage und müssen eine Domäne auch nicht akkurat repräsentieren. Wichtiger ist, dass sie über Details für den Eindruck einer starken Verbindung mit ihrer Heimat sorgen.
l 66 BAROVIA Domäne des Obersten Vampirs Dunkler Fürst: Strahd von Zarowitsch Genre: Gothic-Horror Kennzeichen: Berüchtigte Spukfestung, tragische Wiederbelebung, untoter Despot Nebeltalismane: Barovische Weinflasche, Familienwappen derer von Zarowitsch, Zeichen des Raben In Barovia ist die Nacht ein Fluch. Wenn es dunkel wird, schlüpfen böse Seelen aus den finsteren Türmen der Burg Ravenloft, um den Willen eines unsterblichen Herrn zu wirken.
Dies ist das Reich des Vampirs Graf Strahd von Zarowitsch, dessen Schandtaten ihn und zahllose Generationen zu endlosen Zyklen der Besessenheit und Verzweiflung verdammt haben. Durch die kargen Täler und finsteren Wälder von Barovia schallt Wolfsgeheul und Rabengekrächze. In den isolierten Gemeinschaften fürchten sich die abergläubischen Dorfuewohner ihr Leben lang vor ihrem hohen Meister, seinen bösen Dienern und den uralten Übeln, die ungehindert vor sich hin schwären.
Alle Einwohner der Domäne fürchten die Nebel und die langen Nächte Barovias, in denen der teuflische Strahd sie beobachtet und sich holt, was immer er begehrt. Sie merken nicht, dass ihre Qualen sich fortlaufend wiederholen, denn Strahd trachtet nach einem Opfer, das ihm schon seit Generationen entgeht. BESONDERE MERKMALE Wer Barovia kennt, weiß um folgende Tatsachen: Barovia ist ein düsteres Reich, dessen zahlreiche Täler durch tiefe Wälder voller Wölfe und durch tückische Gebirge getrennt sind.
Dichte Wolken hüllen das Land in ewiges Zwielicht. Die freudlosen, abergläubischen Leute leben zumeist in vereinzelten Dörfern. Diese Gemeinschaften haben jeweils einen Bürgermeister, der versucht, den Zorn des Herrn Grafen Strahd von Zarowitsch vom Dorf fernzuhalten. Fremden wird grundsätzlich misstrauisch begegnet. Viele hier glauben, dass Graf von Zarowitsch ein Vampir ist. Er residiert auf Burg Ravenloft, einer Zitadelle, aus der nur wenige zurückgekehrt sind.
Vistani-Gruppen, die Barovia passieren, stehen unter dem S chutz des Grafen. Dieser Schutz beruht auf einem Gefallen, welchen die Vistani dem Grafen einmal getan haben, und auf seinem langjährigen Bündnis mit der Wahrsagerin Madame Eva. (Unter „Reisende in den Nebeln" am Ende dieses Kapitels findest du Details zu den Vistani.) Die Geschichten der Leute in Barovia sind voller verborgener Übel: verräterische Hexen, Geheimkulte, unheilverkündende Raben, böse Werwölfe und Schlimmerem.
K ' Pi I U 3 l l -{ M Die Bevölkerung von Barovia ist höchst unterschiedlich. Ihre Vorfahren stammen aus den unterschiedlichsten landen, welche vor langer Zeit von Graf von Zarewitsch erobert wurden. Die Leute kleiden sich schlicht und zweckmäßig, ihre Haut- und Haarfarben variieren stark, und ihre Namen sind von slawischen Völkern inspiriert. Wenn die Spieler Charaktere aus Barovia erstellen, frage sie Folgendes: Wie war dein Leben in Barovia?
Warst du Kind eines Schäfers, Winzers oder Bürgermeisters? War dein Leben bescheiden, oder musstest du keinen materiellen Mangel leiden? Ist jemand aus deinem Leben verschwunden, oder bist du den Kreaturen der Nacht begegnet? Welchem Aberglauben hängst du an? Gibt es etwas, das du jeden Morgen oder Abend sagst? Spielen Tiere - vor allem Fledermäuse, Raben oder Wölfe- in deinem Aberglauben eine Rolle? Welchen Aberglauben hast du in Bezug auf Münzen, Türen, Mahlzeiten oder Wunden?
Hast du wiederkehrende Träume oder Visionen von Ereignissen, die dir nicht bekannt sind, oder von vergangenen Leben? Wer warst du in diesen Träumen? Was sagen sie dir über Barovia? Meinst du, dass an ihnen etwas dran ist? Kommt Graf Strahd von Zarowitsch in solchen Träumen oder Visionen vor? SIEDLUNGEN UND SCHAUPLÄTZE Die Einwohner von Barovia trauen Fremden nicht gleich, aber sie erzählen bereitwillig Geschichten über vergangene Tragödien und
deinem Leben verschwunden, oder bist du den Kreaturen der Nacht begegnet? Welchem Aberglauben hängst du an? Gibt es etwas, das du jeden Morgen oder Abend sagst? Spielen Tiere - vor allem Fledermäuse, Raben oder Wölfe- in deinem Aberglauben eine Rolle? Welchen Aberglauben hast du in Bezug auf Münzen, Türen, Mahlzeiten oder Wunden? Hast du wiederkehrende Träume oder Visionen von Ereignissen, die dir nicht bekannt sind, oder von vergangenen Leben? Wer warst du in diesen Träumen?
Was sagen sie dir über Barovia? Meinst du, dass an ihnen etwas dran ist? Kommt Graf Strahd von Zarowitsch in solchen Träumen oder Visionen vor? SIEDLUNGEN UND SCHAUPLÄTZE Die Einwohner von Barovia trauen Fremden nicht gleich, aber sie erzählen bereitwillig Geschichten über vergangene Tragödien und verbreiten Geschichten über die düsteren Heimsuchungen, die das ganze Land plagen.
Alte Mysterien wirken in der Domäne, und wer die relative Sicherheit der Siedlungen Barovias verlässt, der gelangt in gefährliche Gegenden, in denen Sterbliche nicht willkommen sind. B URG RAVENLOFT Burg Ravenloft ist die verfluchte Zuflucht des Grafen Strahd von Zarowitsch. Hier hat Strahd sein blutigstes Verbrechen verübt und den Zyklus der Verzweiflung in Gang gesetzt, unter dem nun ganz Barovia leidet.
Lauernde Untote, gepeinigte Geister und Strahds sonstige Diener bevölkern das riesige Schloss und bringen die Pläne des Grafen voran, reflektieren einen Aspekt seiner finsteren Vergangenheit oder bewachen seinen Sarg, der in den gigantischen Katakomben der Burg verborgen liegt. Im ganzen Anwesen des Grafen sind Andenken an vergangene Zeiten und gefallene Helden verteilt. Strahd umgibt sich mit diesen Relikten. Dies könnte der S chlüssel zum Sieg über ihn sein.
Burg Ravenloft wird im Abenteuer Der Fluch des Strabd beschrieben. KREZK Krezk ist ein zähes kleines Dorf, das sich am Rande Barovias selbst versorgt. Bürgermeister Dmitri Kreskow zieht auf der Suche nach Wein und anderen kleinen Luxusgütern herum, um den Dorfbewohnern das Leben ein wenig zu versüßen. Krezks Wahrzeichen ist das Kloster Sankt Markowia, das hoch oben auf einer Klippe thront.
Dieses Kloster wird von einer merkwürdigen Gruppe elender Kreaturen bewohnt, die für einen gutaussehenden jungen Abt arbeiten. Manche halten den Abt für den getarnten Strahd. Tatsächlich ist er ein celestisches Wesen, das von den Dunklen Mächten korrumpiert wurde. KARTE 3.1: BAROVIA. VALLAKl Das Dorf Vallaki liegt abgeschieden vom Rest Barovias und wirkt auf den ersten Blick fast heiter, aber dieser Eindruck ist eine Illusion.
Der Bürgermeister, Baron Vargas Vallakowitsch, ist überzeugt, dass nur Frohsinn Vallaki retten kann. Darum lässt er ein bizarres Fest nach dem anderen feiern und gibt ihnen Namen wie „Fest der Brennenden Sonne", ,,Parade der Särge" oder „Wolfskopf- Sause". Außerdem sind in der Stadt noch zahlreiche Fraktionen aktiv, darunter die Hüter der Feder und die Priester von Osybus - siehe „Reisende in den Nebeln" sowie „Andere Gruppen" weiter hinten in diesem Kapitel.
BAROVIA (DORF) Im Schatten von Burg Ravenloft liegt das Dorf Barovia in ständiger Angst. Die Dorfbewohner wagen sich nur selten aus dem Haus, da sie ihre Nachbarn für bösartig halten und sich fürchten, dass Böses in den Schatten wächst. Ihre Ängste sind durchaus gerechtfertigt, da im Dorf Geister und Vampire ihr Unwesen treiben und viele Einwohner tatsächlich von ihrer eigenen Herzlosigkeit oder von üblen Versuchungen verdorben wurden.
Eine seltene Ausnahme der Verzweiflung des Dorfs findet sich in der örtlichen Taverne namens Rebenblut. Die wenigen, die sich Strahds Bosheit widersetzen, versammeln sich hier - und werden selbst von den Agenten des Grafen ausspioniert. BERNSTElNTEMPEL Einst Zuflucht fähiger Magier. Der Bernsteintempel wurde vor langer Zeit vom Bösen korrumpiert. Hier ging Strahd den Pakt mit den Dunklen Mächten ein und wurde mit dem Segen des Lichs Exethanter zum Vampir.
Der Lich ist zwar als bloßer Schatten seiner selbst noch vorhanden, doch das wahre Böse im Bernsteintempel liegt in der Sammlung von Bernsteinsarkophagen. Diese Monolithen enthalten die Überreste hasserfüllter Götter - Wesen, die vergangene Verdorbenheiten neu erstehen und Sterbliche für ihre unaussprechlichen Agenden benutzen wollen. Verschiedene böse Kräfte setzen auf den Bernsteintempel, den sie als Kreuzungspunkt der Geheimnisse der Domänen des Schreckens betrachten.
Der Priester von Osybus - mehr Details zu ihnen im Abschnitt „Andere Gruppen" weiter hinten in diesem Kapitel - haben besonderes Interesse an diesem Ort. STRAHD VON ZAROWITSCH Zu Lebzeiten war Graf Strahd von Zarowitsch ein rück- sichtloser Eroberer. InJahrzehnten brutaler Kriegsfehde besiegte er seine Rivalen und schuf eine Nation. Dann ließ er sich in jenem malerischen Tal nieder, in dem er seinen größten Sieg errungen hatte.
Dort vergoss er nach Art seiner Vorfahren sein Blut auf den Boden, um einen Pakt mit dem Land zu besiegeln. Zu Ehren seiner Eltern König Barov und Königin Ravenovia nannte er das Tal Barovia und errichtete darin seine Festung - Burg Ravenloft. 1 l 1 1 3 , 11/J~t '~ ' \ t k \ Hd f I b „ Strahd verbrachte seine Jugend im Kampf an der Seite von Ulmed, dem Gründer der Ulmedischen Inquisition, doch als