deinem Leben verschwunden, oder bist du den Kreaturen der Nacht begegnet? Welchem Aberglauben hängst du an? Gibt es etwas, das du jeden Morgen oder Abend sagst? Spielen Tiere - vor allem Fledermäuse, Raben oder Wölfe- in deinem Aberglauben eine Rolle? Welchen Aberglauben hast du in Bezug auf Münzen, Türen, Mahlzeiten oder Wunden? Hast du wiederkehrende Träume oder Visionen von Ereignissen, die dir nicht bekannt sind, oder von vergangenen Leben? Wer warst du in diesen Träumen?
Was sagen sie dir über Barovia? Meinst du, dass an ihnen etwas dran ist? Kommt Graf Strahd von Zarowitsch in solchen Träumen oder Visionen vor? SIEDLUNGEN UND SCHAUPLÄTZE Die Einwohner von Barovia trauen Fremden nicht gleich, aber sie erzählen bereitwillig Geschichten über vergangene Tragödien und verbreiten Geschichten über die düsteren Heimsuchungen, die das ganze Land plagen.
Alte Mysterien wirken in der Domäne, und wer die relative Sicherheit der Siedlungen Barovias verlässt, der gelangt in gefährliche Gegenden, in denen Sterbliche nicht willkommen sind. B URG RAVENLOFT Burg Ravenloft ist die verfluchte Zuflucht des Grafen Strahd von Zarowitsch. Hier hat Strahd sein blutigstes Verbrechen verübt und den Zyklus der Verzweiflung in Gang gesetzt, unter dem nun ganz Barovia leidet.
Lauernde Untote, gepeinigte Geister und Strahds sonstige Diener bevölkern das riesige Schloss und bringen die Pläne des Grafen voran, reflektieren einen Aspekt seiner finsteren Vergangenheit oder bewachen seinen Sarg, der in den gigantischen Katakomben der Burg verborgen liegt. Im ganzen Anwesen des Grafen sind Andenken an vergangene Zeiten und gefallene Helden verteilt. Strahd umgibt sich mit diesen Relikten. Dies könnte der S chlüssel zum Sieg über ihn sein.
Burg Ravenloft wird im Abenteuer Der Fluch des Strabd beschrieben. KREZK Krezk ist ein zähes kleines Dorf, das sich am Rande Barovias selbst versorgt. Bürgermeister Dmitri Kreskow zieht auf der Suche nach Wein und anderen kleinen Luxusgütern herum, um den Dorfbewohnern das Leben ein wenig zu versüßen. Krezks Wahrzeichen ist das Kloster Sankt Markowia, das hoch oben auf einer Klippe thront.
Dieses Kloster wird von einer merkwürdigen Gruppe elender Kreaturen bewohnt, die für einen gutaussehenden jungen Abt arbeiten. Manche halten den Abt für den getarnten Strahd. Tatsächlich ist er ein celestisches Wesen, das von den Dunklen Mächten korrumpiert wurde. KARTE 3.1: BAROVIA. VALLAKl Das Dorf Vallaki liegt abgeschieden vom Rest Barovias und wirkt auf den ersten Blick fast heiter, aber dieser Eindruck ist eine Illusion.
Der Bürgermeister, Baron Vargas Vallakowitsch, ist überzeugt, dass nur Frohsinn Vallaki retten kann. Darum lässt er ein bizarres Fest nach dem anderen feiern und gibt ihnen Namen wie „Fest der Brennenden Sonne", ,,Parade der Särge" oder „Wolfskopf- Sause". Außerdem sind in der Stadt noch zahlreiche Fraktionen aktiv, darunter die Hüter der Feder und die Priester von Osybus - siehe „Reisende in den Nebeln" sowie „Andere Gruppen" weiter hinten in diesem Kapitel.
BAROVIA (DORF) Im Schatten von Burg Ravenloft liegt das Dorf Barovia in ständiger Angst. Die Dorfbewohner wagen sich nur selten aus dem Haus, da sie ihre Nachbarn für bösartig halten und sich fürchten, dass Böses in den Schatten wächst. Ihre Ängste sind durchaus gerechtfertigt, da im Dorf Geister und Vampire ihr Unwesen treiben und viele Einwohner tatsächlich von ihrer eigenen Herzlosigkeit oder von üblen Versuchungen verdorben wurden.
Eine seltene Ausnahme der Verzweiflung des Dorfs findet sich in der örtlichen Taverne namens Rebenblut. Die wenigen, die sich Strahds Bosheit widersetzen, versammeln sich hier - und werden selbst von den Agenten des Grafen ausspioniert. BERNSTElNTEMPEL Einst Zuflucht fähiger Magier. Der Bernsteintempel wurde vor langer Zeit vom Bösen korrumpiert. Hier ging Strahd den Pakt mit den Dunklen Mächten ein und wurde mit dem Segen des Lichs Exethanter zum Vampir.
Der Lich ist zwar als bloßer Schatten seiner selbst noch vorhanden, doch das wahre Böse im Bernsteintempel liegt in der Sammlung von Bernsteinsarkophagen. Diese Monolithen enthalten die Überreste hasserfüllter Götter - Wesen, die vergangene Verdorbenheiten neu erstehen und Sterbliche für ihre unaussprechlichen Agenden benutzen wollen. Verschiedene böse Kräfte setzen auf den Bernsteintempel, den sie als Kreuzungspunkt der Geheimnisse der Domänen des Schreckens betrachten.
Der Priester von Osybus - mehr Details zu ihnen im Abschnitt „Andere Gruppen" weiter hinten in diesem Kapitel - haben besonderes Interesse an diesem Ort. STRAHD VON ZAROWITSCH Zu Lebzeiten war Graf Strahd von Zarowitsch ein rück- sichtloser Eroberer. InJahrzehnten brutaler Kriegsfehde besiegte er seine Rivalen und schuf eine Nation. Dann ließ er sich in jenem malerischen Tal nieder, in dem er seinen größten Sieg errungen hatte.
Dort vergoss er nach Art seiner Vorfahren sein Blut auf den Boden, um einen Pakt mit dem Land zu besiegeln. Zu Ehren seiner Eltern König Barov und Königin Ravenovia nannte er das Tal Barovia und errichtete darin seine Festung - Burg Ravenloft. 1 l 1 1 3 , 11/J~t '~ ' \ t k \ Hd f I b „ Strahd verbrachte seine Jugend im Kampf an der Seite von Ulmed, dem Gründer der Ulmedischen Inquisition, doch als
STRAHD VON ZAROWITSCH Zu Lebzeiten war Graf Strahd von Zarowitsch ein rück- sichtloser Eroberer. InJahrzehnten brutaler Kriegsfehde besiegte er seine Rivalen und schuf eine Nation. Dann ließ er sich in jenem malerischen Tal nieder, in dem er seinen größten Sieg errungen hatte. Dort vergoss er nach Art seiner Vorfahren sein Blut auf den Boden, um einen Pakt mit dem Land zu besiegeln.
Zu Ehren seiner Eltern König Barov und Königin Ravenovia nannte er das Tal Barovia und errichtete darin seine Festung - Burg Ravenloft. 1 l 1 1 3 , 11/J~t '~ ' \ t k \ Hd f I b „ Strahd verbrachte seine Jugend im Kampf an der Seite von Ulmed, dem Gründer der Ulmedischen Inquisition, doch als er seine mittlerenJahre erreichte, suchte er die Nähe seiner Familie. Er lud seine Verwandtschaft ein, mit ihm auf Burg Ravenloft zu leben, und schließlich kam sein jüngerer Bruder Sergei zu ihm.
Sergei war alles, was Strahd nicht war - jung, mitfüh- lend und warmherzig. Kaum war er in Barovia eingetroffen, verliebte er sich in eine Dorfbewohnerin namens Tatyana. Strahd verabscheute seinen Bruder, und zwar noch mehr, als er Tatyana und ihre aufrichtige Freundlichkeit kennen- gelernt hatte. Er war so besessen von der Sache, dass er versuchte, Tatyana seinem Bruder abspenstig zu machen, doch er bekam einen Korb.
Da Strahd weder ihre Wünsche akzeptieren noch Sergei als den Besseren anerkennen konnte, vertiefte er sich in die bösen Geheimnisse seines Landes und erfuhr vom Bernsteintempel. Dort traf er inmitten verborgener Geschichten und den eingekerkerten Überresten des uralten Bösen auf die Dunklen Mächte - und schloss einen Pakt mit ihnen, um wieder jung zu werden und Tatyana für sich zu gewinnen.
Am Hochzeitstag von Sergei und Tatyana ermordete Strahd seinen Bruder und trank sein Blut, um seinen Pakt mit den Dunklen Mächten zu besiegeln. Er zeigte Tatyana seine neue Macht und erwartete, dass sie sich ihm nun hingeben würde. Aber sie war entsetzt und floh vor Strahd. Schließlich sprang sie von einer Burgzinne, um ihm zu entkommen, und verschwand in den Nebeln. Währenddessen erhoben sich Verräter unter den Burgwachen und Hochzeitsgästen, um Strahd zu töten.
Doch obwohl sie ihm zahllose Wunden zufügten, starb er nicht. Die Natur seines Pakts mit den Dunklen Mächten wurde offenbar, und Strahd wurde zum ersten Vampir des Multiversums. Es folgte eine Nacht des blutigen Zorns, und als der Morgen kam, lebte in Burg Ravenloft keine Seele mehr. Strahd war freilich noch da. Über das Entstehen der Domänen des Schreckens ist wenig bekannt. Sicher ist, dass dies ihr Ursprungspunkt war.
Strahds Bosheit, seine Verbindung mit dem Land und seine Machenschaften mit den finsteren Priester von Osybus - mehr Details dazu in Kapitel 5 - zogen ganz Barovia ins Schattenfell. Damit begann eine Kaskade der Schrecken, die den Grafen heute noch peinigen, sich ausbreiten und andere ins Land der Nebel zerren. STRAHDS KRÄFTE UND MÄCHTE Strahd ist ein geduldiger Strippenzieher mit Sinn für Drama.
Seine Werte entsprechen denen eines Vampirs, und seine Fähigkeiten beim Zauberwirken sind vorzüglich, sodass er die meisten Bedrohungen persönlich ausräumen kann. Strahd will der ewigen Langeweile entkommen und zieht Herausforderungen in die Länge, wenn er sie unterhaltsam findet. Wenn er sich beleidigt fühlt, kann der Dunkle Fürst allerdings ganz Barovia gegen seinen Feind aufbringen.
Uralte Verbindung mit dem Land: Strahd und Barovia sind auf eine Weise aneinander gebunden, die nur wenige Herrscher und Dunkle Fürsten verstehen. Aufgrund dieser Beziehung weiß Strahd, wenn eine Kreatur nach Barovia gelangt, und auch, wenn jemand in Barovia eines gewaltsa- men Todes stirbt. Legt jemand Hand an seine Agenten oder die Wölfe der Domäne, nimmt er das persönlich.
Strahd kann außerdem zahlreiche dramatische Effekte wirken, beispielsweise seine Stimme im Wind erklingen oder sein Gesicht in den Wolken erscheinen lassen, das Wetter ändern und dergleichen mehr. Er kann diese Effekte nicht als Hilfe im Kampf verwenden, mit ihnen jedoch seine Anwesenheit im ganzen Land demonstrieren. Meistervampir: Strahd spielt gerne den edlen Gastgeber, lässt diese Maske jedoch umstandslos fallen, wenn sie ihm nichts nützt, und zeigt dann seine Hybris und seine monströse Natur.
Strahd glaubt sich allen überlegen und züchtet sich eifrig Diener, vor allem Vampirbrut. Allerdings hat er all die Zeitalter nicht überstanden, indem er leichtsinnig war. Wenn es nötig ist, opfert er auch seine treuesten Diener. Vistani-Zullucht: Die uralte Vistani-Wahrsagerin Madame Eva lebt in Barovia. Sie weiß viel über Strahd und hat gelegentlich als Vermittlerin zwischen ihm und verschiedenen Vistani-Gruppen fungiert, wenn es ihren eigenen mysteriöses Zielen diente.
Im Rahmen ihres Arrangements sieht Strahd davon ab, Vistani Schaden zuzufügen, die durch sein Land reisen. Grenzen schließen: Strahd schließt Barovias Grenzen, sobald etwas Interessantes zu entkommen droht, und hüllt die Domäne in giftigen Dunst. Wer die Nebel betritt, kann nicht atmen und ist von den Effekten betroffen, die im Abschnitt „Die Nebel" am Anfang dieses Kapitels beschrieben werden. STRAHDS QUAL Die Ewigkeit