die Geheimnisse der Stahl- herstellung. 1 hr Militär zerschmetterte rivalisierende Stämme und entwickelte fortschril I lichc Taktiken für den Kampf in \1/äldern und auf Ebenen. Die Zivilisation wuchs zu einer Gruppe verbündeter Stadt- staateTI heran. Eroberte Nachbarn durften ihre Anführer und Kultur behalten, solange sie Tributzahlungen leisteten, den Siegern die Treue schworen und die Schlangengötter der Er- oberer in ihre Religion integrie rten.
Diese Siege versorgten die Heimatstädte beständig mit Nahrung, Erz und Sklaven. Der Wohlstand des [mperiums gab der Herrscherelite viel Zeit, um sich auf intellektuelle Bestrebungen zu konzentrieren. Diese Adeligen wandte n sich Philosophie und Religion zu, brachten den Schlange.ngöttern Tieropfer und magische Ge- schenke dar. um der Vollendung der Schlangengestalt Respekt w i,rweiscn. Die Schlangengötte.r lehrten die. Menschen, wie.
sie Aspekte der Schlange annehmen konnten, doch der Preis für die Metamorphose war hoch und erforderte viele Opfer für jede Person, die verwandelt werden sollte. Ganze Haus- halte von Sklaven wurden getötet und gegessen, um die ersten Yuan-ti zu erschaffen - und sobald sich unter den anderen An- führern verbreitet hatte, wie diese Rituale durchgeführt wer- den mussten, nahm de r Bedarf an Sklaven weiter zu.
Als die Schlangengötter be.gannen, mehr und mehr Opfer zu forde.m, überfielen die Yuan-ti verstärkt die Siedlungen an den Grenzen ihres Reichs, um diesen Anforderungen zu entsprechen.
Die körperliche und magische Macht des Yuan-ti-lmperiums erlaubte es den ehemaligen Menschen, ihre Lände.rcien für mehrere Hundert Jahre zu bewahren, bis eine Kombination aus Dürren, Angriffen durch Feinde (darunter Drachen und Nagas), einem Bürgerkrieg, der Untätigkeit ihrer Schlangen- götter und der Entwicklung von Eisenwaffen bei den eroberten Völkern die Kontrolle der Yuan-ti endlich brach.
Die Schlan- genmenschen zogen sich in ihre befestigten Städte und unter- irdischen Tempel zurück und überließen die übrige n Territo- rien ihren ehemaligen Untergebenen. ln nur wenigen Wochen waren die Yuan-ti davongckrochen und hatten sich verborgen, sodass sie fast vollständig vom Angesicht der Welt verschwun- den waren.
Bauwerke ihrer Kultur w urden überall in, Land niedergedssen, um die Befreiung von cle.n schlangenleibigen Unterdrückern zu feiern, und innerhalb weniger Generationen ID• hatten die neuen humanoidcn Zivilisalinuen d ie Yuan-ti so gut \•vie: vergessen. Für ii!Jer tauscndJalm~ nach dem Sturz ihres Imperiums vergruben sich die Yuan-li i11 ihren verborgenen Peslungen und warteten geduldig, bis sie wieder stark genug sein würden, tim zuzuschlagen.
Heute, da sie viel weniger zahlreich und ihre Feinde viel m~chtiger sind als in vergangenen Zcitallern, wissen die Yuan-ti, dass sie ihren rechtmäßigen Platz in der Well nicht durch direk1e Angriffe zurückfordern können. Aus den unlerirdischcn Ruinen ihrer Bauwerke hernus infiltrieren Agenten der Schlangcnmeuschen feindliche Regierungen, um Schwächen aufzudecken, die ihre Anführer ausnutzen können. Die Yuan-ti sehnen dem Tag enlgegen, an dem ihr Imperium sich wieder über die \i\lelt ausbreite!
wie ein Gift im Blulkreis· lauf, so wie eins!. Weil ihre Bevölkerung so klein ist, sind sich die Yuan-Li be· wusst, dass direkte Kriegsführung sie an den Rand der Auslö- schung bringen würde. Stattdessen gehen sie für den Momenl davon aus, dass sie in der menschlichen Gesellschaft niemals offen regieren werden. Daher versuchen sie, Einnuss zu erlan- gen, indem sie gegnerische Anfii h rer und jene manipulieren, die ihnen nahestehen, durch Erpr,.,ssung, Drogen.
Magie und die List verkleideter Reinblütiger. GÖTTER DER YUAN-TI Das distanzierte. intcllekl11elle Wesen der Yuan-ti bedingt, dass sie nicht zu fanatischer oder frommer Anbelung neigen wie andere Völker. Dennoch erkennen sie eine Vielzahl über- natürlicher und göttlicher Wesenheiten an. Einige davon sind wahre Gottheilen, andere urtümliche Geister mit gollifön- licher Macht und wieder andere sind Kreaturen nebulöser Abstammung.
Neben den unten beschriebenen drei Hauptgottheiten he1en die Yuan-ti zu über einem Dutzend anderer „Schlangcngöller" - niederen Wesen wie Tiergeistern, aufgesl iegenen Helden, Dienern mächtigerer Götter und Dämoncnfürnlen. Viele der Kulte, die sich den niederen Göttern verschrieben haben, fin- den sich nur in bestimmten Siädten. Die Anhänger der Haupt- gottheiten belrachten diese religiösen Praktiken in der Regel eher als drollig a ltmodisch und weniger als Bedrohung.
DENDAR Die Nachtschlange entstand vor Anbeginn der Zeit aus den fieberhaften Albträumen der erslen intelligenten Kreaturen. S ie nährt sich und wird stärker, indem sie sich an den Angstcn labt, welche die Bewohner der Well empfinden. Ihre An hängcr glauben, dass Dendars Erscheinen d;is Ende aller Zeiten an- kündigt und sie kommen wird, wenn sie genug Macht gesam- melt hat, um die Welf zu verschlingen. Eine andere Legende spricht von einer eisernen Tür in die lJnlerwelt, hinter der sie lauert.
Wenn die Zeit gekommen ist, wird sie die Pforte nie.der- reißen, die Sonne fressen und die Welt in Dunkelheit stürzen. ehe sie auch diese frisst. Yuan-li, die Dendar anbeten, werden von den Albtraumspre- chcrinnen angeführt, Schcusal-Hexenmcisterinr,en, die ihre Gottheil ehren, indem sie Schrecken verbreiten trnd dafür ma- gische Machl erhalten. Anstatt ihre Feinde zu töten, ziehen es diese Anhängerinnen der Nachtschlange vor, sie zu bedrohen und zu foltern, um ihre Göttin besser nähren und s
empfinden. Ihre An hängcr glauben, dass Dendars Erscheinen d;is Ende aller Zeiten an- kündigt und sie kommen wird, wenn sie genug Macht gesam- melt hat, um die Welf zu verschlingen. Eine andere Legende spricht von einer eisernen Tür in die lJnlerwelt, hinter der sie lauert. Wenn die Zeit gekommen ist, wird sie die Pforte nie.der- reißen, die Sonne fressen und die Welt in Dunkelheit stürzen. ehe sie auch diese frisst.
Yuan-li, die Dendar anbeten, werden von den Albtraumspre- chcrinnen angeführt, Schcusal-Hexenmcisterinr,en, die ihre Gottheil ehren, indem sie Schrecken verbreiten trnd dafür ma- gische Machl erhalten. Anstatt ihre Feinde zu töten, ziehen es diese Anhängerinnen der Nachtschlange vor, sie zu bedrohen und zu foltern, um ihre Göttin besser nähren und s tärken zu können. Siehe Kapitel 3 <.l ieses Buchs für mehr lnformalionen zu den Yuan-ti-Albtraumsprecherinnen.
MERRSHAULK Auch wenn der Meisler <.ler Grube nicht bei Bewusstsein ist, schläft er doch nicht ganz. Merrshaulk spiegelt das weltliche Schicksal der Yuan-ti wider und fiel in liefen Schlummer, als das Schlangenvolk in vergangenen Zeitaltern die Obcrflfü~he verließ und sich verbarg. Es is1· unklar, ob die nachlassende BESONNENE RANkESCHMU?:OE, GEBOREN E LÜGNER UNO IMMUN GEGEN GIFT: YuA.N · TI SIND OlE P E:R.FE1<1'EN HÖ'FLINGE ~ UNO, W/l.S UNS tUM N.\CHTElL GER.E ICHT, liERRSCt<ER.
- E\.M INSTER Anbetung ihn in Schlaf versetzte oder seine lange Starre seine Anhänger dazu brachte, ihn zu verlassen. Selbst in diesem ein- geschränkten Zustand gewährt Merrshaulk seinen Klerikern Zauber als Reaktion auf ihre Anrufungen. Es ist möglich, ihn zu wecken, um Ratschläge zu erhalten oder sein direktes Ein- greifen zu erflehen, doch erfordert dies viele rituelle Morde in seinem Namen, und die Rückkehr ins Bewusstsein hält nur kurz an.
Die Anführer von Merrshaulks Anhängern, die Grubenmeis- ter genannt werden, sind halbblütige Hexenmeister, welche die uralten Traditionen der Yuan-ti aufrechterhalten und ver- breiten. Sie spüren, dass es in den vergangenen Jahrzehnten einfacher geworden ist, ihren Herrn zu erwecken. Dies sehen sie als Zeichen dafür, dass er bald vollständig erwachen und sich häuten wird.
Durch seine Verwandlung erneuert, wird er die Yuan-ti dann zu ihrem rechtmäßigen Platz als Meister der aller Sterblichen zurückführen. Siehe Kapitel 3 dieses Buchs für mehr Informationen zu den Yuan-ti-Grubenmeistern. SSETH In den letztenJahren, bevor ihr Jmperium in sich zusammen- brach, erschien Sseth den Schlangenmenschen in Gestalt eines geflügelten Yuan-ti. Er versprach, ihr Volk vom Rande der Vernichlung wieder an die Spitze der Welt zu führen, wenn sie ihn da für anbeteten.
Viele von Merrshaulks Anhiingern wandten sich dem Zischenden Tod zu, hielten sie ihn doch für einen Avatar ihrer Gottheit. Sie gaben ihm Macht, doch zu wenig und zu spät, um den Zusammenbruch des Imperiums zu verhindern. Sseth entschied, sich auszuruhen, und während der Jahre des Niedergangs gewann er an Stärke, als mehr und mehr Yuan-ti ihn zu verehren begannen.
Seine treuesten Anhänger, die als Gedankenflüsterer be- kannt sind, verwenden die von ihm verliehene Magie, um Sseths Taktiken und Prinzipien nachzuahmen. Sie verspre- chen Erfolg, indem sie Alternativen zu anderen Blickwinkeln und Plänen anbieteD, und strahlen dabei eine Aura der Selbst- herrlichkeit aus, die ihnen einen weniger positiven Ruf unter Yuan-ti einbringt, die anderen Göttern folgen.
Siehe Kapitel 3 dieses Buchs für mehr Informationen zu den Yuan-ti-Gedan- kenflüsterern T YU/\N• TI RH l ~TE ~ K\PJ1Ell \•IONS"JIR\1'!SSFN 94 :.::Y' GÖTTER ANDERER WELTEN In anderen Welten als den Vergessenen Reichen schließen Yuan-ti Pakte mit Gottheiten der jeweiligen Pantheons (siehe Anhang B des Spielerhandbuchs). Hier findest du Vorschläge für Yuan-ti-Gottheiten aus jedem Pantheon. Greyhawk: Erythnul, luz, Tharizdun, Vecna Drachenlanze: Chemosh.
Sargonnas Eberron: Die Furie, Der Hüter, Der Spötter, Der Schatten, Der Reisende Ägyptisch: Apoph is, Seth Griechisch: Ares, Hekate Keltisch: Math fab Mathonwy, Morrfgan Nordisch: Hel, Loki SCHLANGENGÖTTER Die gleichgültige Einstellung der Yuan-ti zur Religion wird be- sonders deutlich an den mächtigen ihres Volkes, die eine der niederen Schlangengottheiten zur Anbetung erwählen.
Die Anhänger eines S chlangengottes verehren ihn nicht aus Re- spekt oder Furcht, sondern weil sie die von ihm verkörperten Aspekte nachahmen wollen. Sie ersuchen ihn,jenc Geheim- nisse zu offenbaren, die ihnen erlauben, ihre Sterblichkeit hinter sich zu lassen. Haben sie dieses Wissen jedoch erlangt, versuchen die Yuan-ti, die Gottheit zu ersetzen und selbst zu einer aufzusteigen.
Da die Schlangengötter weder gestürzt werden noch Macht verlieren wollen, wie es Merrshaulk erging, beschwichtigen sie ihre Anhänger mit Botschaften, die auf das hindeuten, was die Bittsteller suchen. Die Wahrheit ihrer Geheimnisse ist niemals einfach zu ergründen, aber manchmal gelingt es einem beson- ders intelligenten Yuan-ti, eine göttliche Gestalt anzunehmen und seinen Wohltäter zu vernichten. Dieser kannibalistischc Druck, der von den Sterblichen ausgeht.
lässt die niederen Ränge der Schlangengötter etwa jedes Jahrhundert eine Ver- änderung durchlaufen. Doch oft ist es der neueste Yuan-ti- Gott, der Opfer der Ambitionen des nächsten wird. STRUKTURIERTE GESELLSCHAFT Das Ziel eines jeden Yuan-ti ist es, sich in die ideale Kombination aus Schlange und Mensch zu verwandeln.